Ortswandel.de

So rechnen wir

Ortswandel verbindet öffentliche Daten und Mobilitätsstudien. Kennzahlen und Veränderungen entstehen nach festen Regeln. Wir bewerten keine Orte, bilden keine Ranglisten und setzen keine eigenen Ziele. Die wichtigsten Begriffe erklären wir auch unter Ziele und Ausblick.

Grundsätze

  • Fehlende Werte bleiben Lücken. Wir füllen nichts mit Null auf. Die vorhandenen Modellschätzungen der MiD sind ausdrücklich als solche gekennzeichnet.
  • Jede Zahl hat Quelle, Stand und Bezugsraum. Gilt ein Wert nur für den Kreis oder einen Messort, steht das dabei.
  • Einordnung statt Rangliste: Werte stehen neben Kreis, Land oder Deutschland – nie „Platz X“.
  • Veränderungen sind keine Wertung. Mehr oder weniger Verkehr ist weder gut noch schlecht eingefärbt.
  • Alltagsübersetzungen („etwa alle 4 Minuten ein Lkw“) sind Tagesmittel, umgerechnet nach festen Regeln.

Entwicklung, Ziele und Prognosen

Der Entwicklungsüberblick vergleicht den ersten und letzten vorhandenen Wert derselben Reihe. Prozentveränderungen verwenden den Anfangswert als Nenner; bei Beständen unter 20 oder einem Anfangswert von null zeigen wir eine absolute Veränderung. Anteile vergleichen wir in Prozentpunkten. Fehlende Jahre bleiben Lücken in der Linie. Die Luftreihe gehört immer zu einer einzelnen Station.

Ein Zielabstand wird nur bei gleicher Definition und räumlicher Geltung berechnet. Der Vergleich eines vergangenen NO₂-Jahreswerts mit dem Regelwert 2030 beweist keine zukünftige Einhaltung. Die BMV-Basisprognose ist als Deutschland-Kontext gekennzeichnet; ihre Ergebnisse werden weder auf Gemeinden heruntergerechnet noch durch erfundene Jahreswerte ergänzt. Ergebnisse, Quellen und Annahmen.

Sprünge in Bestandsreihen: Ändert sich der Pkw-Bestand eines Ortes von einem Jahr zum nächsten um mehr als 15 % (bei mindestens 200 Fahrzeugen), ist eine geänderte Zuordnung in der Quelle wahrscheinlicher als echter Wandel. Dann vergleichen wir erst ab dem Jahr des Sprungs und schreiben das dazu.

Sehr kleine Orte: Unter 200 Einwohnern verändert jedes einzelne Auto den Wert je 1.000 Einwohner stark. Dort zeigen wir den Bestand, keinen Wert je 1.000 Einwohner und keinen Vergleich mit ähnlichen Orten. Gemeindefreie Gebiete ohne Einwohner (Forste, Seen) erhalten keine Angaben zu Wegen und Pkw-Dichte.

Startseite: Die sechs Deutschland-Verläufe zeigen jede Reihe auf ihrer eigenen Zeitachse mit Nulllinie. Verkehrsmittelwahl: MiD-Ergebnisbericht 2023 (Abb. 5), Anteile der Wege in den Befragungsjahren 2002, 2008, 2017 und 2023; Auto = Fahrer und Mitfahrer. Ladepunkte: heute betriebene Punkte nach Inbetriebnahmejahr, aufsummiert; stillgelegte fehlen. Heiße Tage: Einzeljahre als Balken, 30-Jahres-Mittel als Linien.

Ähnliche Orte: RegioStaR und Pkw-Dichte

Die amtliche Raumtypologie RegioStaR 7 berücksichtigt die Lage in Stadtregionen oder ländlichen Regionen und die Funktion einer Gemeinde. Wir ordnen über den achtstelligen Gemeindeschlüssel und den Gebietsstand 31.12.2024 zu. Grundlage ist das Blatt „ReferenzGebietsstand2024“ der BMV/BMDV-Referenzdatei.

Verglichen werden ausschließlich private Pkw je 1.000 Einwohner: KBA-Bestand 1.1.2026 und Einwohner aus dem Gemeindeverzeichnis 31.12.2024. Gemeinden ohne gesondert ausgewiesene private Pkw werden ausgeschlossen. Jede Gemeinde zählt einmal, einschließlich des ausgewählten Ortes; gezeigt wird der Median, kein bevölkerungsgewichteter Durchschnitt. Die Anzahl ausgewerteter und insgesamt zugeordneter Gemeinden steht am Vergleich. Unter zehn gültigen Gemeinden zeigen wir keinen Vergleich. Für Kreis-Elektroanteile oder MiD-Schätzungen wird daraus kein Gruppenwert abgeleitet.

Umwelt: heiße Tage aus DWD-Rasterdaten

Ein heißer Tag erreicht eine Tageshöchsttemperatur von mindestens 30 °C. Deutschlandwerte sind die offiziellen DWD-Flächenmittel. Die 30-jährigen Deutschlandreferenzen 1961–1990 und 1991–2020 berechnen wir aus jeweils 30 vollständigen Jahresmitteln.

Örtlich verwenden wir die vorhandenen Gemeindemittelpunkte aus dem Gemeindeverzeichnis, keine flächigen Gemeindemittel. Die WGS84-Koordinaten werden mit pyproj nach EPSG:31467 transformiert. Ausgewählt wird die zugehörige 1-km-Rasterzelle anhand des Dateikopfs; die Zeilen laufen von Nord nach Süd. Wir verwenden die DWD-Raster 2016–2025 und die vieljährigen Raster 1961–1990 / 1991–2020. Die örtlichen Rasterwerte und Referenzen sind auf ganze Tage gerundet. Werte außerhalb des Rasters oder mit NoData-Kennung bleiben fehlend, null Tage bleiben null Tage. Es gibt keinen Ersatz durch eine benachbarte gültige Zelle.

Das Raster ist aus Stationen und Höheninformationen interpoliert. Stadtwärme, Kaltluftabfluss und Unterschiede innerhalb einer Gemeinde können unzureichend erfasst sein. Änderungen des Messnetzes können Vergleiche beeinflussen. Einzeljahre sind Wetterwerte, kein isolierter Beleg für eine Klimaänderung; die langjährigen Perioden liefern den Klimabezug. Wir erstellen keine lokale Klimaprognose. DWD-Quelldateien und Lizenz.

Umwelt: bundesweite Einordnung von Luftmessungen

Der Anteil über 20 µg/m³ zählt nur EEA-Stationen mit gültigem NO₂-Jahresmittel im jüngsten vorhandenen Jahr. Der Nenner sind diese Stationen, nicht die Bevölkerung oder Gemeinden. 20 µg/m³ ist der reguläre Jahresgrenzwert für 2030; daraus folgt keine heutige Rechtsverletzung. Für den historischen Median verwenden wir ausschließlich Stationen mit gültigem Wert in jedem vorhandenen Jahr. Die im Datenbestand fehlende Jahresreihe 2021 bleibt eine Lücke; sie wird nicht als null oder durch ein Zwischenjahr ersetzt. Dieser Stationsmedian ist kein bevölkerungsgewichtetes Deutschland-Mittel. Zählung, Kohorte und Verlauf.

Bus und Bahn in Berlin

Die Haltestellenkarte verwendet den VBB-Sollfahrplan, abgerufen am 24.10.2026. Referenzen sind Dienstag, 03.11.2026 (7–19 Uhr und 20–23 Uhr), sowie Sonntag, 08.11.2026 (7–19 Uhr), jeweils Berliner Ortszeit. Kalender und datumsbezogene Ausnahmen werden berücksichtigt; Abfahrten nach 24 Uhr werden bei Bedarf dem Vortag-Fahrplan zugeordnet.

Reguläre Einstiege werden je Haltestellenbereich gezählt und durch die Länge des Zeitfensters geteilt. Masten werden über Stationszuordnung oder den Haltestellenteil der DHID zusammengefasst. Richtungen und Linien bleiben in der Detailtabelle getrennt. Nicht einsteigen, Bedarfs-/Voranmeldehalt und Fernverkehr sind ausgeschlossen. Die Farbgrenzen bleiben bei allen Auswahlen gleich: 0, unter 4, unter 12, unter 24 und ab 24 Abfahrten pro Stunde.

Ein Mittelwert von Abfahrten ist kein gleichmäßiger Takt. Fahrgäste, tatsächliche Fahrten, Ausfälle und Pünktlichkeit werden damit nicht gemessen. Die Bezirkssummen zählen Haltestellenereignisse; eine Fahrt erscheint an mehreren Haltestellen. Es gibt keine flächige Erreichbarkeits- oder Gehzeitberechnung. Quelle: © VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH,CC BY 4.0.

1 Unterwegs · MiD 2023

„Mobilität in Deutschland 2023“ ist eine Befragungsstudie zur Alltagsmobilität aus 2023/24 im Auftrag des BMV. Die hier verwendeten Small-Area-Werte sind modellgestützte regionale Schätzungen, keine amtliche Gemeindestatistik und keine Zählung auf den Straßen. Sie beschreiben Bewohnerwege, die auch außerhalb des Wohnorts stattfinden können. Die Studie ist keine Zukunftsprognose; mögliche Ziele oder Szenarien müssen aus eigenen, passend abgegrenzten Quellen stammen.Bericht zu den Small-Area-Schätzungen.

  • Verkehrsmittelwahl: Anteil der Wege zu Fuß, mit Fahrrad, Bus und Bahn oder Auto (Fahrer und Mitfahrer) aus „Mobilität in Deutschland 2023“ (Bundesministerium für Verkehr), regionalstatistische Schätzung. Gemeindewerte gibt es für Gemeinden ab 10.000 Einwohnern, sonst zeigen wir den Kreiswert. Es ist eine Modellschätzung, keine Zählung vor Ort; wie vom Herausgeber vorgegeben nur in ganzen Prozent. Im Steckbrief steht der Ortswert neben dem Kreis und dem bundesweiten Befragungsergebnis 2023 und 2017. Einen Ortsverlauf gibt es nicht: Die regionale Schätzung liegt nur für 2023 vor. In touristischen Orten kann der Rad- und Fußanteil vor Ort höher liegen.
  • Private Pkw je 1.000 Einwohner: Pkw-Bestand am 1. Januar ohne gewerbliche Halter (Kraftfahrt-Bundesamt, FZ 3), geteilt durch die Einwohner laut Gemeindeverzeichnis. Weist das KBA gewerbliche Halter nicht aus, zeigen wir den Bestand insgesamt und schreiben das dazu. Kleine Bestände verändern sich absolut, nicht in Prozent.

2 Straße

  • Fahrzeuge pro Tag: Jahresmittel der Straßenverkehrszählung der BASt an Bundesstraßen und Autobahnen (2010, 2015, 2021). Ein Zählabschnitt beschreibt diese Stelle, nicht den Verkehr des ganzen Ortes. Gemeinde- und Kreisstraßen werden dort nicht gezählt.
  • Lkw und Busse: Schwerverkehrsanteil desselben Abschnitts (Fahrzeuge über 3,5 t und Busse).
  • 2021 war von der Pandemie geprägt; die Zählung 2025 erscheint laut BASt im Herbst 2026.

3 Fahrzeuge

  • E-Autos und Antriebe: Anteile am Pkw-Bestand je Zulassungsbezirk (meist der Kreis) aus KBA FZ 1. Verbrenner = Benzin, Diesel, Gas; Hybrid ohne Stecker; Plug-in-Hybrid; Elektro. Bestand nach Halterort, keine gefahrenen Kilometer. Stadt Trier und Landkreis Trier-Saarburg bilden beim KBA einen gemeinsamen Zulassungsbezirk; beide Steckbriefe zeigen diesen gemeinsamen Wert.
  • Öffentliche Ladepunkte: Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur, nur „In Betrieb“. Jeder Ladepunkt wird über seine Koordinate der amtlichen Gemeindegrenze (BKG, VG250) zugeordnet. Schnellladepunkt: Stecker über 22 kW. Das Register kennt nur den heutigen Bestand; die Säulen zeigen, wann die heutigen Ladepunkte in Betrieb gingen – stillgelegte fehlen. Private Wallboxen und Betreiber ohne abgeschlossene Meldung fehlen ebenfalls.

4 Luftqualität

  • Stickstoffdioxid (NO₂): Jahresmittel der Europäischen Umweltagentur (EEA) an Messstationen im Gemeindegebiet; gibt es dort keine, die nächste Station bis 15 km mit Entfernung. Der Wert gilt am Messort, nicht für die ganze Gemeinde; ohne Station zeigen wir keinen Wert. Markiert sind der heutige EU-Grenzwert (40 µg/m³) und der Grenzwert ab 2030 (20 µg/m³).

Orte und Postleitzahlen

  • Gemeinden, Einwohner und Größenklassen: Gemeindeverzeichnis des Statistischen Bundesamts (Stand 31.12.2024).
  • Die Postleitzahlsuche ordnet jede PLZ den Gemeinden zu, in denen sie liegt. Grundlage sind Adresse und Gemeindeschlüssel aller Solaranlagen im Marktstammdatenregister. Liegt eine PLZ in mehreren Gemeinden, wählst du selbst. Für eine PLZ zeigen wir nur, was es wirklich je PLZ gibt: die öffentlichen Ladepunkte. Alles andere bleibt Gemeinde- oder Kreiswert.
  • Zählabschnitte, Dauerzählstellen, Luftstationen und Ladepunkte ordnen wir über die amtlichen Gemeindegrenzen (BKG, VG250) zu, Zählabschnitte vorrangig über die Gemeindekennziffer der BASt. Gibt es im Ort keinen Zählabschnitt, nennen wir den nächsten mit Entfernung.

Was wir nicht tun

  • Keine Prognosen. Das Rechenbeispiel zu E-Autos 2030 zeigt eine Spanne unter genannten Annahmen.
  • Keine Bewertung von Sicherheit oder Gefahr einzelner Straßen; Unfallzahlen zeigen wir nicht.
  • Keine Wirkungsaussagen: Ob eine Maßnahme etwas verändert hat, lässt sich aus diesen Daten allein nicht ablesen.

Alle Quellen und Lizenzen · Berliner Quellen · Über Ortswandel

Bus & Bahn: geplantes Angebot

GTFS.de/DELFI, Download und Verarbeitung getrennt. Jede Mast-/Bahnsteigkoordinate wird per Punkt-in-Fläche eindeutig einer VG250-Gemeinde zugeordnet; unzuordenbare Punkte bleiben ausgeschlossen und werden im Aggregat gezählt. Zusammenfassung ausschließlich per parent_station; bei Gemeindegrenzen je Gemeinde getrennt. Keine Zusammenfassung allein nach gleichem Namen.

Gezählt werden Nahverkehrshalte mit regulärem Einstieg und gültiger Abfahrtszeit; Fernverkehr, bedarfspflichtiger Einstieg und der letzte Halt jeder Fahrt sind ausgeschlossen. Kalender und Ausnahmen bestimmen aktive Fahrten an den ausgeschriebenen Referenztagen. Nach 24 Uhr laufende Fahrten des Vortags werden berücksichtigt, Zeitfenster sind am Ende offen. Bei ungültigen relevanten Abfahrtszeiten oder frequenzbasierten Fahrten bricht die Auswertung ab.

Abfahrten je Stunde = Anzahl im Zeitfenster / Stunden. Eine Fahrt zählt an jedem bedienten Haltestellenbereich; die Summe ist keine Anzahl unterschiedlicher Fahrten und kein Takt. Im Vordergrund stehen Abfahrten je Stunde und 1.000 Einwohner (Destatis, 31.12.2024). Für Kreis und RegioStaR-7-Raumtyp wird der ungewichtete Median der einzelnen Gemeinderaten berechnet, einschließlich des Ortes, nur mit gültiger Geometrie, erfassten Haltestellen und mindestens 200 Einwohnern. Mindestens zehn auswertbare Gemeinden; keine Verhältnisbildung aus den Gruppensummen. Der ergänzende Haltestellenvergleich bleibt in den Details. Abend und Sonntag: jeweilige Abfahrten/Stunden geteilt durch die Werktagsrate 7–19 Uhr, mal 100. Bei Werktagsrate null gibt es keinen Prozentvergleich, echte Null in den anderen Fenstern bleibt null; Werte über 100 Prozent bleiben möglich. Ein Einwohnerbezug beschreibt weder Sitzplatzkapazität noch Erreichbarkeit und berücksichtigt Pendler und Besucher nicht. Keine Haltestelle ergibt keinen Nullwert im Vergleich. Geografische Größe, Haltestellenstruktur, Netzabdeckung, Ferien und einzelne Referenztage begrenzen die Aussage; keine Bevölkerungsversorgung, Pünktlichkeit, Auslastung oder Gehzeit ableitbar.

Bundesweiter und Berliner VBB-Feed unterscheiden sich in Stand, Haltestellenhierarchie, Datenaufbereitung und Behandlung von Endhalten; ihre Summen dürfen deshalb abweichen. Beide zeigen Sollangebot. Eine historische Zeitreihe wird daraus nicht gebildet.